 WesternreitenIm Gegensatz zur englischen Reitweise, ist das Westernreiten eine Arbeitsreitweise. Das heißt, dass die Ausrüstung, Sitz, Hilfengebung und die Pferde aus einer Arbeit heraus entstanden sind und hierfür spezialisiert wurden. Dies war und ist die tägliche Arbeit der Cowboys, zum Teil an Rindern.
Um tagelang im Sattel sitzen und neben dem Reiten einer Tätigkeit nachgehen zu können, die oft die volle Aufmerksamkeit des Cowboys in Anspruch nahm, musste die Hilfengebung auf ein Minimum beschränkt werden. Die einhändige Zügelführung, die man bei der Westernreitweise häufig sieht, begründet sich darin, dass der Cowboy eine freie Hand zur Arbeit benötigte. Zum Beispiel, um das Lasso zu verwenden oder ein Packpferd mit sich zu führen.
Der große Westernsattel mit dem tiefen Sitz ist bequem für Reiter und Pferd. Der Reiter hat einen guten Halt, so, dass ihn kein Rind vom Pferd ziehen konnte und die große Auflagefläche bietet für das Pferd eine optimale Gewichtsverteilung auf der ganzen Sattellage.
Stiefel, die den Fuß stützen, Chaps, die die Beine schützen, ein langer Mantel als Regenschutz sowie ein Hut mit breiter Krempe um Regen wie Sonne abzuhalten sind bis heute die übliche Reitkleidung der Westernreiter.
Doch das wichtigste Werkzeug, das für das Gelingen der Cowboyarbeit unverzichtbar war, ist ein hierfür spezialisiertes Pferd - ein Westernpferd wie z.B. das Quarterhorse.
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